Die Unterschiede zwischen Demenz und Senilität

Die Unterschiede zwischen Demenz und Senilität einfach erklärt

Das hohe Alter, resultierend aus einer immer höheren Lebenserwartung des Menschen, führt nicht selten zu einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit im Zusammenhang mit Krankheiten wie Alzheimer, Demenz oder Senilität. Vielleicht haben Sie sich schon einmal selbst gefragt, wo befinden sich die Unterschiede zwischen senil, dement oder Alzheimerkrank?

Demenz: Alzheimer und Senilität

Senilität, Demenz und Alzheimer erklärt

Ein hohes Alter erhöht das Risiko für Krankheiten wie Demenz erheblich

Viele Menschen träumen davon, dass ihre körperliche und geistige Gesundheit bis ins hohe Alter erhalten bleibt. Wir können selbst viel dafür tun und uns mit einer ausgewogenen Ernährung und genügend Bewegung mit Sport über viele Jahre möglichst fit und agil halten. Insbesondere letzteres wird durch sehr vielen Faktoren beeinflusst. Deshalb müssen wir wohl oder übel feststellen, mit über 80 Jahren noch rege zu bleiben, gelingt selbst in einem so hoch entwickelten Land wie Deutschland den wenigsten. 

Das liegt gelinde ausgesprochen am hohen Alter, welches für den Menschen das größte Risiko darstellt, irgendwann in seinem Leben einmal an einer Demenzerkrankung zu erkranken. Häufig kommt es vor, dass Angehörige oder Pfleger eine Demenz mit einer Senilität verwechseln. Senil oder dement zu sein ist jedoch ein erheblicher Unterschied, wie wir Ihnen in den nächsten Abschnitten erläutern werden.

Eine Demenz ist ein fortlaufender Abbau von geistigen Fähigkeiten

Die Definition von „Demenz“ umfasst den Abbau von geistigen Fähigkeiten unabhängig davon in welchem Alter eine Demenzerkrankung entsteht. Damit einhergehende Symptome, die das Gedächtnis und die Orientierung betreffen, werden einschließlich der charakterlichen Eigenschaften sowie die, welche neurologische Einschränkungen betreffen, einer Demenz zugeordnet. Dabei werden die Gehirnzellen unaufhaltsam zerstört. Die Zerstörung führt bei Menschen in jedem Alter zu erheblichen körperlichen und geistigen Einschränkungen.

Nach einer Demenzdiagnose beträgt die Lebenserwartung im Durchschnitt etwa 7 Jahre. Je nach Form der Demenz kann die Zeit bis zum Tot variieren. Die erkrankten sterben nicht an der Demenz selbst, sondern an den Folgen dieser schwerwiegenden Krankheit.

Senilität entsteht ausschließlich im hohen Alter

Senilität kann anders als bei einer Demenzerkrankung nur im hohen Alter auftreten. Senilität umschreibt lediglich eine Form von der Demenz. Bei einer Senilität werden nicht nur die geistigen Fähigkeiten des Menschen abgebaut, sondern auch körperliche Abbauprozesse eingeleitet. Aufgrund des hohen Alters sind betroffene nicht mehr voll leistungsfähig.

Ein großer Unterschied zwischen einer Demenz und einer Senilität ist auch der, dass die Ursache für eine Senilität in dem natürlichen Altersvorgang liegt. Eine nicht ausreichende Gesundheitspflege und ein Mangel an Bewegung können zu einer Beschleunigung des Verfalls führen. Durch die altersbedingte nachlassende Leistungsfähigkeit des Immunsystems wird die Anfälligkeit für Infekte und Krankheiten erhöht. Ältere Menschen benötigen deshalb erheblich längere Erholungsphasen, in denen sich viele schonen und körperlich abbauen.

Der Körperliche Abbau führt wiederum zu einer Bewegungseinschränkung, die bei Senilität großen Einfluss auf den Krankheitsverlauf nehmen kann. Auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns lässt zunehmend nach. Das führt häufig dazu, dass alte Menschen sich Daten, Termine und Aktivitäten nicht mehr so gut wie früher merken können. Dieser Zustand könnte man auch als eine Art Altersschwäche (Marasmus senilis) bezeichnen.

Senilität, Alzheimer oder Demenz?

Senilität und Alzheimer sind nur eine Form einer Demenz, umgekehrt ist jedoch nicht jede Demenz eine Form von Senilität oder Alzheimer. Demenz ist der Überbegriff für eine Gruppe von Krankheitsbildern, die mit dem Verlust von sozialen, emotionalen und geistigen Fähigkeiten als Folge von Gehirnschädigungen einhergehen. Diese Formen von Erkrankungen führen dazu, dass der Betroffene nicht mehr im Stande ist, anfallende alltägliche Aktivitäten und den Haushalt selbstständig zu bewältigen.